Was dein PC im Monat an Strom kostet, hängt davon ab, wie viele Watt er im Schnitt zieht, wie viele Stunden er läuft und was du pro Kilowattstunde zahlst; was CPU und Grafikkarte ziehen, misst 77Fox. Unter Windows zeichnet es Leistung und Temperatur von CPU und GPU über deren Sensoren auf, hält bis zu 365 Tage Verlauf vor und rechnet die Energie eines beliebigen Zeitraums in Kosten um, sobald du deinen Strompreis eingibst. Die Hardwareüberwachung ist kostenlos, läuft nur in der Windows-Desktop-App und braucht beim ersten Mal eine einmalige Administratorfreigabe.
Was 77Fox erfasst
77Fox erkennt CPUs von Intel und AMD sowie Grafik von NVIDIA, AMD und Intel, integriert oder dediziert. Steckt mehr als eine Grafikkarte im PC, wählst du, welche angezeigt werden. Die Werte der Grafikkarte kommen bevorzugt aus dem Treiber des Herstellers. Lange Modellnamen werden gekürzt, aus „AMD Ryzen 9 9950X3D 16-Core Processor“ wird „R9 9950X3D“.
| Was | Details |
|---|---|
| Live-Werte | Fährst du mit der Maus über das 77Fox-Symbol im Infobereich, listet eine Karte CPU und Grafikkarten mit Kurzname, Temperatur und Leistung. Das Dashboard-Widget und die Gerätekarten auf der Seite der Hardwareüberwachung zeigen sie ebenfalls. Standardmäßig wird alle 2 Sekunden gemessen, wahlweise alle 1, 3, 5 oder 10 Sekunden |
| Zeiträume im Verlauf | 1 Stunde, 6 Stunden, 24 Stunden, 7 Tage und 30 Tage, unter „Mehr“ zusätzlich 60, 90, 180 und 365 Tage |
| Messgrößen | Temperatur (Minimum, Durchschnitt, Maximum), Leistung (durchschnittliche Watt) und Verbrauch (in Wh, ab 1.000 Wh automatisch in kWh), getrennt für CPU und jede Grafikkarte, oben mit Summe |
| Aufbewahrung | Minutenwerte 30 Tage, stündliche Zusammenfassungen 366 Tage |
| Speicherort | Nur auf diesem PC, nie synchronisiert |
Standardmäßig zeichnet 77Fox Temperatur und Leistung von CPU und dedizierten Grafikkarten auf. Unter „Einstellungen → Hardwareüberwachung → Verlauf“ hakst du für jedes Gerät Temperatur, Leistung oder Auslastung an; was nicht angehakt ist, siehst du weiter live, es wird nur nicht gespeichert. Welche Geräte in der Karte am Infobereich erscheinen, legst du auf derselben Seite unter „Infobereich“ fest.
Strompreis eintragen und die Monatskosten sehen
- Öffne die Seite der Hardwareüberwachung und scroll zur „Energiestatistik“.
- Klick mit der rechten Maustaste auf die Zahl bei „Stromkosten“ (oder wähl sie per Tastatur aus und drück Enter), dann öffnet sich „Strompreis festlegen“.
- Gib deinen Preis pro kWh ein, wähl die Währung und drück Enter; bei Euro steht als Einheit dann „€ / kWh“ da. Leerst du das Feld und speicherst, ist der Preis wieder entfernt.
- Wähl neben der Überschrift „Energiestatistik“ einen Zeitraum, etwa 30 Tage oder unter „Mehr“ 365 Tage. Links steht der Verbrauch in diesem Zeitraum, rechts die Stromkosten. Ohne Preis zeigen die Stromkosten „—“.
77Fox rechnet mit einem einzigen Preis pro kWh. Hast du einen Tarif mit HT/NT-Zeiten oder einen dynamischen Stromtarif, trag einen selbst geschätzten Durchschnittspreis ein; die Kosten folgen dann diesem Wert.
Der Verlauf füllt sich ab dem Tag, an dem du anfängst. Nach ein paar Tagen nimmst du die Kosten der letzten 7 Tage, multiplizierst sie mit 30, teilst durch 7 und hast eine grobe Monatszahl; sobald ein Monat oder ein Jahr erfasst ist, wählst du direkt 30 oder 365 Tage.
Damit du ein Gefühl für die Größenordnung bekommst, hier zwei angenommene Rechner und ein angenommener Strompreis von 0,35 € pro kWh. Leistung, Laufzeit und Preis sind Beispiele und stehen für keinen bestimmten PC und keinen bestimmten Tarif:
| Szenario (angenommen) | Durchschnittsleistung | Stunden pro Tag | kWh pro Tag | kWh in 30 Tagen | Kosten in 30 Tagen bei 0,35 €/kWh |
|---|---|---|---|---|---|
| Programmieren, ab und zu rendern | 180 W | 8 | 1,44 | 43,2 | 15,12 € |
| Lokales Modell im Dauerbetrieb | 300 W | 24 | 7,2 | 216 | 75,60 € |
Die erste Zeile rechnet sich so: 180 W × 8 Stunden = 1.440 Wh, also 1,44 kWh pro Tag. In 30 Tagen sind das 1,44 kWh × 30 = 43,2 kWh, und 43,2 kWh × 0,35 € ergeben 15,12 €. Die zweite Zeile: 300 W × 24 Stunden = 7,2 kWh pro Tag, in 30 Tagen 216 kWh, mal 0,35 € sind das 75,60 €. Aufs Jahr gerechnet käme der zweite Rechner unter denselben Annahmen auf 7,2 kWh × 365 = 2.628 kWh und damit auf 919,80 €.
Echte Nutzung ist selten eine gerade Linie. 77Fox summiert die gemessene Leistung zwischen je zwei Messpunkten auf, die Spitzen eines langen Modelllaufs zählen also genauso wie ein ruhiger Nachmittag im Leerlauf. Die Summe über 30 oder 365 Tage folgt deshalb deiner tatsächlichen Nutzung genauer als eine einzelne Wattzahl mal Stunden.
Warum ein Strommessgerät an der Steckdose mehr anzeigt
77Fox zählt, was die Sensoren von CPU und Grafikkarte messen, plus die Schätzungen für Peripherie, die du selbst hinzufügst. Die Umwandlungsverluste des Netzteils, das Mainboard und Ähnliches sind nicht enthalten, deshalb liegt der Wert unter dem, was der Rechner aus der Steckdose zieht. Willst du den Verbrauch des ganzen PCs kennen, vergleich mit einem Strommessgerät, das du zwischen Steckdose und Stecker setzt.
| Teil | Wie es gezählt wird |
|---|---|
| CPU | Gemessen über ihren Sensor |
| Grafikkarte | Gemessen, bevorzugt über den Herstellertreiber; der Verbrauch einer integrierten GPU steckt bereits im Wert der CPU und wird standardmäßig nicht doppelt gezählt |
| Bildschirm | Geschätzt, sobald du ihn hinzufügst, aus Größe, Auflösung, Bildwiederholrate und Helligkeit |
| Arbeitsspeicher, SSDs, Festplatten, Lüfter | Geschätzt, sobald du sie hinzufügst, als Anzahl × typische Leistung pro Stück |
| Mainboard, Verluste des Netzteils | Nicht gezählt |
| Schlaf, ausgeschalteter PC oder 77Fox nicht aktiv | Nicht gezählt und auch nicht nachträglich ergänzt |
Peripherie fügst du auf der Seite der Hardwareüberwachung unter „Geschätzte Peripherie“ hinzu: „Bildschirm“, „Arbeitsspeicher“, „SSD“, „Festplatte“, „Lüfter“ oder „Benutzerdefiniert“. Arbeitsspeicher und Laufwerke sind mit der erkannten Anzahl vorausgefüllt, „Benutzerdefiniert“ nimmt direkt eine Wattzahl. Schätzungen bleiben sichtbar von den Messwerten getrennt: Ein dreifarbiger Balken unter der „Energiestatistik“ teilt den Verbrauch in CPU, Grafikkarte und geschätzte Peripherie auf, und im Verlaufsdiagramm ist die Schätzung eine graue gestrichelte Linie, die du ausblenden kannst. Schätzungen werden nicht in die Verlaufsdatenbank geschrieben; sie gelten nur für die Minuten, in denen tatsächlich gemessen wurde.
Temperaturen richtig lesen
Die Temperaturen auf den Live-Karten wechseln die Farbe, und CPU und Grafikkarte haben dabei eigene Schwellen. Dieselben 75 °C sind bei einer CPU noch gelb, bei einer Grafikkarte schon orange.
| Gerät | Grün: normal | Gelb: warm | Orange: heiß | Rot: zu heiß |
|---|---|---|---|---|
| CPU | Unter 65 °C | Ab 65 °C | Ab 80 °C | Ab 90 °C |
| Grafikkarte | Unter 55 °C | Ab 55 °C | Ab 70 °C | Ab 83 °C |
Laufwerke und andere Geräte mit Temperatursensor kannst du in den Verlauf aufnehmen: Hak unter „Einstellungen → Hardwareüberwachung → Verlauf“ die Temperatur für sie an, dann bekommen sie eine eigene Linie im Temperaturdiagramm.
Springt der Wert beim Rendern, Kompilieren oder während ein Modell läuft ins Orange, arbeitet der Chip meist einfach. Mehr sagt der Verlauf: Wechsle auf 7 oder 30 Tage, und liegt der Durchschnitt über Tage im heißen Bereich, prüf die Kühlung, von Staub und stehenden Lüftern bis zu verdeckten Lufteinlässen und -auslässen. Nach dem Reinigen oder einem neuen Kühler vergleichst du die Durchschnittstemperatur zweier 7-Tage-Abschnitte unter ähnlicher Last und siehst, ob es geholfen hat. Wie viel ein Chip verträgt, hängt vom Modell ab; maßgeblich sind die Angaben des Herstellers.
Lässt sich ein Sensor nicht lesen, zeigt 77Fox „—“, und die Kurve bricht an der Lücke ab, statt auf 0 °C zu fallen.
Beim ersten Start: eine Administratorfreigabe
Hardwarenahe CPU-Sensoren lassen sich nur mit Administratorrechten lesen, deshalb fragt 77Fox einmal nach:
- Öffne in der Windows-App die Seite der Hardwareüberwachung und klick auf „Hardwareüberwachung freigeben“.
- Windows zeigt eine UAC-Abfrage; wähl „Ja“. 77Fox registriert eine Aufgabe mit erhöhten Rechten, die nur bei Bedarf startet, und du siehst die Abfrage danach nicht mehr.
- 77Fox selbst läuft weiter mit normalen Benutzerrechten; erhöhte Rechte hat nur diese Aufgabe für die Sensoren.
Wählst du „Nein“, meldet die Seite, dass die hardwarenahen CPU-Sensoren nicht verfügbar sind, und du kannst die Freigabe später nachholen. Rückgängig machst du sie unter „Einstellungen → Hardwareüberwachung“ mit „Erhöhte Aufgabe entfernen“.
Die Hardwareüberwachung teilt sich die Monitoring-Seite mit Serverlatenz und VPS-Traffic. Wie du die Werte aufs Dashboard holst, steht in Eine All-in-one-Dashboard-Toolbox für Vibecoder; zum Start lädst du 77Fox für Windows herunter.
Häufige Fragen
Funktioniert das auf Laptops?
Ja. Integrierte Grafik wird erkannt, und bei Laptops mit zusätzlicher Grafikkarte stehen beide getrennt in der Liste. Der Verbrauch der integrierten Grafik steckt bereits im Wert der CPU und wird deshalb standardmäßig nicht zu Gesamtleistung und Verbrauch addiert; der Schalter „iGPU-Leistung in Gesamtleistung einrechnen“ in den Einstellungen zählt sie mit, kann dann aber doppelt zählen.
Wird davon etwas hochgeladen?
Nein. Temperatur, Leistung und Verbrauchsverlauf bleiben auf diesem PC. Sie gehören nicht zur Synchronisierung mit Google Drive, und um sie zu sehen, musst du dich nicht anmelden.
Zählt die Zeit im Energiesparmodus mit?
Nein. Verbrauch sammelt sich nur, solange der PC an ist, 77Fox läuft und Messwerte hereinkommen. Eine Lücke von mehr als 30 Sekunden zwischen zwei Messungen, etwa durch Energiesparmodus, Herunterfahren oder Beenden von 77Fox, wird nicht aufgefüllt. Die Schätzungen für Peripherie folgen denselben gemessenen Minuten.
Was, wenn ein Wert „—“ zeigt?
77Fox zeigt dann „—“ oder einen Hinweis auf einen fehlenden Treiber, statt einer Null oder eines geschätzten Werts. Meldet die Seite, dass der CPU-Treiber noch nicht aktiv ist, öffne „Einstellungen → Hardwareüberwachung“ und klick auf „CPU-Überwachung neu erkennen und reparieren“; hilft das nicht, starte Windows neu. Bevor 77Fox diesen offiziell signierten Treiber aktiviert, prüft es Version, Hash und digitale Signatur. Die Überwachung der Grafikkarte hängt von diesem Schritt nicht ab, ihre Werte kommen bevorzugt aus dem Treiber des Herstellers.
Sehe ich das auch in der Web-Version?
Nein. Die Hardwareüberwachung läuft nur in der Windows-Desktop-App; Web-Konsole und Android-App lesen keine lokale Hardware aus.