Um unter Windows den Bildschirm mit Systemton und Mikrofon aufzunehmen, öffnest du mit Strg+Alt+R den Rekorder von 77Fox, schaltest „Systemton“ und „Mikrofon“ ein, stellst für beide einen Pegel ein und klickst auf „Aufnahme starten“. Beide Quellen landen in derselben MP4-Datei. Hat eine Aufnahme den Ton des PCs, aber nicht deine Stimme, war wahrscheinlich das Mikrofon aus: 77Fox nimmt standardmäßig nur den Systemton auf und lässt das Mikrofon aus, bis du es einschaltest. Die Bildschirmaufnahme ist kostenlos, es gibt sie nur in der Windows-Desktop-App von 77Fox, und die Dateien bleiben auf deinem PC.
Welchen Ton brauchst du?
Systemton ist alles, was dein PC abspielt: der Ton eines Videos, Spielsound, andere Leute in einem Meeting, Benachrichtigungstöne. Das Mikrofon ist deine eigene Stimme. 77Fox hält beide getrennt, jede Quelle hat ihren eigenen Schalter und ihren eigenen Pegel.
| Was du aufnehmen willst | Systemton | Mikrofon | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|
| Nur den Ton vom PC | An | Aus | Software-Demos, Gameplay ohne Kommentar, Clips mit Originalton |
| Nur deine Stimme | Aus | An | Folien oder Code erklären, ohne dass Benachrichtigungstöne mit draufkommen |
| Beides | An | An | Spiele mit Kommentar, Tutorials mit Erklärung, Online-Meetings |
Was oft übersehen wird:
- Der Systemton ist standardmäßig an, mit 100 %. Das Mikrofon ist aus; für einen Kommentar schaltest du es zuerst ein.
- Beide Pegel reichen von 0 bis 200 %. Bei 0 % ist die Quelle stumm; fehlt einer Datei der Ton, schau also zuerst hier nach.
- Die Pegel wirken nur auf die Aufnahme, nicht auf die Lautstärke von Windows.
- Ist das Mikrofon an, wählst du unter „Mikrofongerät“ das Gerät; ohne eigene Wahl folgt es dem Standardmikrofon von Windows. Stecken gleichzeitig ein Headset und eine Webcam mit Mikrofon am PC, prüf, ob das richtige gewählt ist.
- Beide Quellen werden in der MP4 zu einer einzigen Tonspur gemischt. Im Schnittprogramm lassen sie sich danach nicht mehr getrennt regeln, also stell das Verhältnis vor dem Start ein.
- Bei geöffnetem Einstellungsbereich zeigt jede eingeschaltete Quelle eine Live-Wellenform. Sprich ein paar Worte, spiel kurz etwas ab und prüf, ob sie sich bewegt, bevor du startest.
Bevor du die Stimmen anderer, Anrufe oder Besprechungen aufnimmst, hol dir das Einverständnis der Beteiligten.
In vier Schritten aufnehmen
Beim ersten Mal meldet der Rekorder womöglich „Encoder installieren oder verfügbaren Codec wählen.“, und starten lässt sich dann noch nicht. Klick auf „Encoder installieren“: Der Rekorder schließt sich, und „Einstellungen → Werkzeuge → Bildschirmaufnahme“ öffnet sich. Dort startet ein weiterer Klick auf „Encoder installieren“ den Download; danach öffnest du den Rekorder wieder. Der Encoder ist ffmpeg, ein einmaliger Download von rund 106 MB. 77Fox verpackt damit jede Aufnahme nach dem Stoppen in eine normale MP4-Datei, ohne das Bild ein zweites Mal zu komprimieren. Du lädst ihn nur einmal, danach geht es auch ohne Internet; ist ffmpeg schon auf deinem PC, nutzt 77Fox diese Kopie. Der Bild- und Videokonverter verwendet dieselbe, du installierst also nichts doppelt.
- Rekorder öffnen. Drück Strg+Alt+R oder klick im Menü des 77Fox-Symbols im Infobereich auf „Aufnahme“. Das Tastenkürzel öffnet nur den Rekorder und startet oder stoppt nie eine Aufnahme, ein versehentlicher Tastendruck nimmt also nichts auf. Ändern kannst du es unter „Einstellungen → Werkzeuge → Bildschirmaufnahme“; belegt ein anderes Programm das Kürzel schon, weist 77Fox dich darauf hin.
- Aufnahmebereich wählen. Oben im Einstellungsbereich stehen drei Symbole: Vollbild, Fenster und Bereich (beim Darüberfahren erscheint der Name). Im Vollbild-Modus steht neben jedem Bildschirm seine aktuelle Auflösung und Bildwiederholrate, so hältst du auch mehrere Monitore auseinander. Für „Bereich“ ziehst du einen Rahmen auf und bestätigst ihn. Per Tastenkürzel geöffnet startet der Rekorder im Fenster-Modus, damit du gleich ein Spiel- oder Programmfenster wählen kannst; über den Infobereich geöffnet übernimmt er den zuletzt benutzten Aufnahmebereich.
- Ton einstellen. Schalte Systemton und Mikrofon wie in der Tabelle oben ein oder aus, stell beide Pegel ein und wirf einen Blick auf die Wellenform. Ist der Einstellungsbereich eingeklappt, klick zuerst auf das Zahnrad. Bildrate, Bitrate und die übrigen Werte werden gespeichert, sobald du sie änderst, und stehen beim nächsten Mal wieder so da.
- Starten, pausieren, stoppen. Klick auf „Aufnahme starten“. Strg+Alt+P pausiert, ein zweiter Druck setzt fort; die Pausen fehlen in der Datei, am Ende hast du eine durchgehende MP4. Nach dem Stoppen speichert 77Fox die Datei im gewählten Ordner, standardmäßig unter „Videos / 77Fox“, benannt nach der Startzeit, etwa 77Fox_2026-10-16_14-30-05.mp4.
Sobald die Aufnahme läuft, hält 77Fox den Rekorder aus dem Bild heraus; in deinem Video taucht er nicht auf. Bei Bildschirm-, normalen Fenster- und Bereichsaufnahmen schrumpft er etwa zwei Sekunden, nachdem der Mauszeiger ihn verlassen hat, zu einem schmalen Balken mit rotem Punkt; fährst du darüber, klappt er wieder auf. Während der Aufnahme trägt das 77Fox-Symbol im Infobereich einen roten Punkt, der beim Pausieren grau wird. Mehr dazu in der Übersicht zur Bildschirmaufnahme.
Einstellungen: gute Startwerte
Voreingestellt sind Originalgröße, 50 fps, 12 Mbit/s, H.264 und die Codierung auf der Grafikkarte (GPU), gespeichert als MP4. Auf einem 1440p- oder 4K-Bildschirm kann die voreingestellte Bildrate von 50 fps als „Nicht unterstützt“ markiert sein; mit 30 fps oder in 1080p klappt die Aufnahme. Die Tabelle zeigt Startwerte nach Einsatzzweck, keine Voreinstellungen. Nimm einen kurzen Clip auf, prüf ihn und justier dann nach.
| Einsatz | Auflösung | Bildrate | Bitrate | Codec |
|---|---|---|---|---|
| Tutorials und Software-Demos | Originalgröße; 1080p, wenn dein Bildschirm größer ist | 30 fps | 12 Mbit/s | H.264 · GPU |
| Spiele | 1080p | 60 fps | 20–40 Mbit/s | H.264 · GPU |
| Meetings und Online-Kurse | 1080p oder 720p | 24 fps | 4–6 Mbit/s | H.264 · GPU |
Was jede Einstellung zulässt:
- Auflösung: Originalgröße, 720p, 1080p, 1440p, 2160p oder eine eigene Größe bis 7680×4320. Verkleinert wird nur, was größer ist; kleine Quellen werden nie hochskaliert.
- Bildrate: Voreinstellungen mit 15, 24, 25, 30, 50, 60, 90, 120, 150 und 200, dazu jede ganze Zahl von 1 bis 200, die du selbst als Voreinstellung anlegst.
- Bitrate: 1 bis 200 Mbit/s. Mehr Bitrate heißt mehr Details und größere Dateien.
- Codec: Format und Hardware wählst du in einer einzigen Option, etwa „H.264 · GPU“ oder „H.264 · CPU“. Formate sind H.264, H.265 und AV1, und angezeigt werden nur Kombinationen, die dein PC beherrscht. H.264 öffnet fast jeder Player und jedes Schnittprogramm; H.265 und AV1 komprimieren besser, dein Schnittprogramm muss sie aber unterstützen. GPU nutzt den Encoder der Grafikkarte, CPU rechnet auf dem Prozessor. Welche GPU-Kombinationen gehen, hängt von Grafikkarte, Treiber und Format ab; nicht jede ältere Karte kann alles.
Das Video wird während der Aufnahme direkt codiert und nach dem Stoppen nicht ein zweites Mal komprimiert.
Hohe Auflösung und hohe Bildrate: erst 10 Sekunden testen
Welche Bildrate du einstellen kannst und welche du tatsächlich bekommst, sind zwei verschiedene Dinge; Letzteres hängt von Grafikkarte und Codierweg ab. Auf unserem Testrechner ließen sich bei GPU-Codierung in 1440p und 4K höchstens 30 fps wählen, alles darüber zeigte „Nicht unterstützt“; in 1080p ging derselbe Rechner bis 120 fps. Daher:
- Für hohe Bildraten, etwa 60 fps bei Spielen, nimm in 1080p auf.
- Willst du die volle Schärfe eines 1440p- oder 4K-Bildschirms behalten, nimm eine niedrigere Bildrate in Kauf.
- Nimm vor der eigentlichen Aufnahme 10 Sekunden mit denselben Einstellungen auf. Danach zeigt 77Fox die tatsächliche durchschnittliche Bildrate des Clips an; passt sie, kann es losgehen.
Bei Vollbild und Bereich prüft der Rekorder die Kombination schon vor dem Start: Bildraten, die die Grafikkarte nicht schafft, sind ausgegraut und als „Nicht unterstützt“ markiert, und geht die ganze Kombination nicht, wirst du gebeten, Hardware oder Codec zu wechseln oder Auflösung und Bildrate zu senken. Im Fenster-Modus, Spiele eingeschlossen, kennt 77Fox die Fenstergröße erst beim Klick auf „Aufnahme starten“, deshalb wird erst dann geprüft. 77Fox weicht nie von selbst auf andere Einstellungen aus, um trotzdem aufzunehmen.
Ein Spielfenster aufnehmen
Für Spiele nimmst du den Fenster-Modus und drückst Strg+Alt+R, während das Spiel läuft:
- Das Spiel wird vorausgewählt. Der Rekorder erscheint, ohne dem Spiel den Fokus zu nehmen, erkennt laufende Spiele und wählt das passende Fenster vor: Das Spiel im Vordergrund hat Vorrang; läuft nur ein Spiel, wird es gewählt; ist sich 77Fox nicht sicher, bleibt das Feld leer und du wählst selbst aus der Liste. Erkannt werden vor allem Spiele aus Steam und Epic sowie Spiele mit Unity oder Unreal Engine; Launcher und Editoren zählen nicht als Spiele.
- Der Rekorder geht aus dem Weg. Drei Sekunden nach dem Start blendet er sich aus und verdeckt das Spiel nicht. Strg+Alt+P pausiert; Strg+Alt+R holt die Steuerung zurück, ebenfalls ohne den Fokus zu stehlen.
- Der Punkt im Infobereich zeigt die Aufnahme. Solange der Rekorder ausgeblendet ist, achte auf den Punkt am 77Fox-Symbol im Infobereich: rot bei laufender Aufnahme, grau in der Pause.
- Wie aufgenommen wird. 77Fox nimmt das Fenster des Spiels per Fensteraufnahme auf. In den Spielprozess wird nichts eingeschleust.
- Vor dem Moment starten. 77Fox kann die letzten Minuten nicht nachträglich speichern; in der Datei steht nur, was nach „Aufnahme starten“ passiert.
Mehr dazu im Abschnitt Spiele aufnehmen.
Wenn die Aufnahme abstürzt
Während der Aufnahme schreibt 77Fox das Video in kleinen Stücken auf die Festplatte, etwa einmal pro Sekunde, sobald Daten anfallen, und legt auf deinem PC einen Wiederherstellungsvermerk an. Stürzt die App ab, hängt Windows oder fällt der Strom aus, ist alles, was schon auf der Platte war, noch da:
- Öffne 77Fox erneut und öffne den Rekorder.
- Gibt es etwas wiederherzustellen, erscheint im Einstellungsbereich des Rekorders die Schaltfläche „Aufnahme wiederherstellen“; auch unter „Einstellungen → Werkzeuge → Bildschirmaufnahme“ gibt es die Zeile „Aufnahme wiederherstellen“.
- 77Fox legt im ursprünglichen Ordner eine MP4 an, deren Name auf _recovered endet. Die unterbrochene Datei bleibt erhalten und wird nicht überschrieben.
Zurück kommen nur vollständige Stücke, die schon auf der Platte lagen; die letzten Augenblicke können fehlen. Beim Start prüft 77Fox nur, ob es etwas wiederherzustellen gibt. Es stellt nichts von selbst wieder her und öffnet den Rekorder nicht von allein.
Zwei weitere Fälle: Ziehst du während der Aufnahme einen Bildschirm ab oder wird das aufgenommene Audiogerät getrennt, stoppt 77Fox und speichert, was bis dahin aufgenommen ist. Kann es nicht auf das Laufwerk schreiben, etwa weil die Platte voll ist, stoppt es mit der Meldung „Speichern fehlgeschlagen. Speicherplatz und Rechte prüfen.“; den schon geschriebenen Teil holst du mit „Aufnahme wiederherstellen“ zurück.
Für ein Standbild drückst du Alt+A, siehe Screenshots. Wie du Text aus einem Screenshot holst und übersetzt, steht in Screenshot übersetzen & Text kopieren unter Windows. Noch kein 77Fox? Die Windows-App gibt es auf der Download-Seite.
Häufige Fragen
Warum hat meine Bildschirmaufnahme keinen Ton?
Meist war nur eine Quelle an: Der Systemton ist standardmäßig an, das Mikrofon aus. Für einen Kommentar schaltest du das Mikrofon also selbst ein. Prüf außerdem, ob ein Pegel auf 0 % steht und ob das richtige Mikrofon gewählt ist. Bewegt sich die Wellenform im Einstellungsbereich, bevor du startest, kommt auch Ton an.
Meldet der Rekorder „Kein Systemton. Gerät prüfen oder Systemton deaktivieren.“, prüf dein Wiedergabegerät. Lässt sich das nicht gleich lösen, schalte den Systemton aus und nimm nur Bild und Mikrofon auf.
Kann ich in 4K aufnehmen?
Einstellen lässt es sich: 2160p steht zur Wahl, eine eigene Größe geht bis 7680×4320. Ob die Aufnahme flüssig wird, hängt von Grafikkarte und Codierweg ab; auf unserem Testrechner ließen sich bei GPU-Codierung in 1440p und 4K höchstens 30 fps wählen. Für hohe Bildraten nimm 1080p und mach vorher einen Test von 10 Sekunden, nach dem 77Fox dir die tatsächliche Bildrate anzeigt.
Gibt es ein Wasserzeichen oder ein Zeitlimit?
Ein Wasserzeichen gibt es nicht; im Video ist nur der Bildschirm, das Fenster oder der Bereich, den du gewählt hast. Das Video wird direkt als MP4 auf deinem PC codiert. Je länger du aufnimmst, desto größer wird die Datei, lass vor einer langen Aufnahme also genug Platz auf dem Laufwerk frei.
Wo werden Aufnahmen gespeichert, und werden sie hochgeladen?
Standardmäßig im Ordner 77Fox unter „Videos“; im Rekorder kannst du einen anderen Ordner wählen, und nach einer Aufnahme öffnet „Datei anzeigen“ ihn direkt. Die Dateien bleiben auf deinem PC. 77Fox lädt sie nicht hoch und nimmt sie nicht in die Synchronisierung auf.
Entsteht durch eine Pause eine Lücke im Video?
Nein. Während der Pause per Strg+Alt+P wird weder Bild noch Ton aufgenommen, danach geht es in derselben Datei weiter. Du bekommst eine durchgehende MP4, deren Länge die Pausen nicht enthält.